28.09.2026

Think global, act local: Wie die MHK Group den regionalen Mittelstand in Europa stärkt

Vor über 30 Jahren startete die MHK Group ihre europäische Expansion. Heute vernetzen acht Landesgesellschaften Tausende von Unternehmern. Warum ein deutsches Verbundgruppen-Modell kein starres Exportprodukt ist, wie länderübergreifende Cluster echte Synergien stiften und weshalb Handel und Industrie gleichermaßen von einer internationalen Zukunftsplattform profitieren.

Unternehmerische Freiheit vor Ort kombiniert mit der wirtschaftlichen Kraft einer großen Gemeinschaft: Was vor über vier Jahrzehnten  im deutschen Küchen- und Möbelhandel begann, ist heute ein europäisches Erfolgsmodell. Bereits 1992 legte die Gründung der MHK Nederland den Grundstein für den Schritt über die Grenzen, gefolgt von MHK Belgium im Jahr 1997. Heute ist die MHK Group mit acht Landesgesellschaften in den Kernmärkten Europas vertreten: neben Deutschland, den Niederlanden und Belgien auch in Österreich, der Schweiz, Frankreich, Spanien und dem Vereinigten Königreich.


Doch wie funktioniert das Verbundgruppenmodell über Ländergrenzen, unterschiedliche Marktlogiken und Sprachbarrieren hinweg? Paul Eichhorn, Area Manager Europe bei MHK International, gibt Einblicke in die Chancen moderner Länder-Cluster und die Vision eines vernetzten europäischen Mittelstands für 2030.

Das Fundament: Der Balanceakt
zwischen Dreieich und den Regionen

Ein Verbundgruppenmodell lässt sich nicht per Blaupause von einem Land auf das nächste übertragen. Nationale Eigenheiten fordern Flexibilität: In Frankreich etwa bestimmt die Zentralfaktura die Rechnungslegung, in Spanien prägen längere Zahlungsziele bis zu 60 Tagen den Markt, und in Großbritannien verlangt der Fachhandel ein stark lokal geprägtes Lieferantenportfolio.

Der Schlüssel zum Erfolg liegt daher in einer klaren Arbeitsteilung:

Das Headquarter in Dreieich
als starker Maschinenraum


Hier bündelt die MHK Group zentrale Systemleistungen, die Skaleneffekte und Sicherheit schaffen – vom internationalen Einkauf über Buchhaltung und Zentralregulierung bis hin zu IT und strategischer Unternehmensberatung.


Die Landesgesellschaften
als lokale Impulsgeber


Die operativen Teams vor Ort steuern den Marktauftritt, pflegen den engen Kontakt zu regionalen Händlern und Industrie und kennen die kulturellen Nuancen ihrer Märkte im Detail.


„Werte, strategische Leitplanken und zentrale Systemleistungen definieren wir gruppenweit einheitlich. In der Umsetzung passen wir uns jedoch konsequent an. Wir verbinden die Kraft einer starken europäischen Zentrale mit der Nähe und Reaktionsfähigkeit lokaler Teams.“

— Paul Eichhorn

Smarte Synergien:
Warum Länder-Cluster für neue Dynamik sorgen

Um die europäische Linie mit den realen Verflechtungen des Marktes zu synchronisieren, setzt die MHK Group auf länderübergreifende Cluster – etwa zwischen den Niederlanden und Belgien oder Österreich und der Schweiz.


Hier ergänzen sich Handelsstrukturen, Lieferantenbeziehungen und Marktlogiken ideal. Die 2024 etablierten Cluster bündeln Aufgaben dort, wo es echten Mehrwert stiftet, ohne die lokale Nähe aufzugeben. Erste gemeinsame Hauptversammlungen und der direkte Austausch über Landesgrenzen hinweg haben gezeigt: Die Cluster beschleunigen das Voneinander-Lernen und schaffen spürbare Dynamik im operativen Geschäft.

Was der deutsche Fachhandel
von der Internationalisierung hat

Die europäische Präsenz ist weit mehr als eine reine Expansionsstatistik – sie stärkt direkt die Stabilität und Innovationskraft jedes einzelnen deutschen Partners:


  1. Frühzeitiges Trend-Radar und Transfer: Erfolgreiche Formate werden international adaptiert. Ein Paradebeispiel ist das Bad & Body-Konzept: Nach großen Erfolgen in den Niederlanden wurde es für den deutschen Markt weiterentwickelt und als eigenständiges Franchisemodell etabliert.

  2. Attraktiver Marktzugang für Exklusiv-Partner: Starke europäische Hersteller nutzen die MHK Group gezielt als Tor zum deutschen Markt. Das erweitert die Sortiments- und Konditionsvorteile für den heimischen Handel spürbar.

  3. Wirtschaftliche Robustheit: Ein breit diversifiziertes europäisches Netzwerk federt regionale Marktschwankungen zuverlässig ab.


Ein starker Partner für die Industrie:
Verlässlichkeit und 100 % Zahlungssicherheit

Auch für Industriepartner eröffnet die europäische Struktur klare Wettbewerbsvorteile. Statt unzählige Einzelkontakte mühsam zu koordinieren, bietet die MHK Group einen gebündelten, professionellen Kanal zu wirtschaftlich geprüften, gesunden mittelständischen Unternehmen.


Automatisierte Rechnungsstellung und Forderungsmanagement über die Zentralregulierung garantieren den Herstellern 100 Prozent Zahlungssicherheit und minimale Prozessrisiken. Zudem ermöglichen länderübergreifende Rahmenvereinbarungen, neue Sortiments- und Markenstrategien konsistent und schnell in mehreren europäischen Märkten gleichzeitig auszurollen.

Partizipation als Herzstück:
Beiräte international leben

Das Geheimnis hinter der Verbundenheit im Verband liegt in der Mitgestaltung. Was in Deutschland Tradition hat, ist auch in den europäischen Landesgesellschaften feste Routine: regelmäßige Beiratstreffen und ein kontinuierlicher Dialog auf Augenhöhe.

„Der Handel ist das Herzstück unserer Arbeit, die Beiräte ein wichtiger Teil davon. Als Sprachrohr der Handelspartner bringen sie Erfahrungen, Ideen und Leidenschaft ein und helfen uns, Konzepte gemeinsam weiterzuentwickeln. Diese gelebte Tatkraft macht unsere internationale Gemeinschaft lebendig und stark.“

— Paul Eichhorn

Vision 2030:
Die europäische Zukunftsplattform für den Mittelstand

In den kommenden Jahren steht nicht die bloße Eroberung neuer Länder im Vordergrund, sondern die gezielte Vertiefung der bestehenden Märkte. Die Richtung, die CEO Volker Klodwig und der Vorstand vorgeben, ist eindeutig: Die MHK Group versteht sich als europäische Zukunftsplattform.


Bis 2030 wird das internationale Wachstum der MHK Group maßgeblich von drei Faktoren vorangetrieben:


  • Ausbau strategischer Partnerschaften und des Lieferantenportfolios
    Um dauerhaft erfolgreich zu sein, setzt die MHK Group verstärkt auf den Ausbau strategischer Partnerschaften und die gezielte Erweiterung des Lieferantenportfolios. Durch die internationale Zusammenarbeit mit renommierten Marken wie Royal Crown in Belgien oder Kitchenworld im Vereinigten Königreich entstehen für Handelspartner neue Chancen: Sie profitieren von einem breiteren Angebot, attraktiven Konditionen und innovativen Produktlösungen. Gleichzeitig wird die Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Umfeld nachhaltig gestärkt.

  • Stärkung und Harmonisierung der Handelsmarken
    Ein weiterer Erfolgsfaktor liegt in der konsequenten Weiterentwicklung und Harmonisierung unserer Handelsmarkenkonzepte. Ziel ist es, den Partnern maximale Marketingkraft zu verschaffen, indem starke, einheitliche Markenauftritte geschaffen werden – und das, ohne die individuelle Identität vor Ort zu verlieren. So entsteht eine stimmige Balance zwischen internationaler Markenpräsenz und regionaler Verankerung, von der alle Beteiligten profitieren.

  • Investition in Strukturen und Team
    Für nachhaltiges Wachstum investiert die MHK Group kontinuierlich in den Ausbau ihrer Strukturen und die Weiterentwicklung des Teams, insbesondere mit europäischer Ausrichtung in der Zentrale in Dreieich bei Frankfurt am Main. Der Vertrieb wird gezielt gestärkt und erweitert, beispielsweise in der Schweiz, Frankreich und Spanien und künftig auch in den Niederlanden und Belgien. Dadurch werden die Akquisefrequenz und die Kundenbetreuung optimiert und die internationale Präsenz weiter ausgebaut.


Die MHK Group beweist, dass Internationalisierung im Mittelstand dann gelingt, wenn globale Skaleneffekte und echte lokale Verwurzelung Hand in Hand gehen. So entsteht ein europäisches Netzwerk, das unternehmerische Freiheit schützt, Innovationen alltagstauglich macht und den Fachhandel nachhaltig zukunftssicher aufstellt.

Porträt Paul Eichhorn

Paul Eichhorn

Area Manager Europe MHK International