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MHK-Welt

MHK-Welt: Die Zeitschrift der MHK Group

Die MHK-Welt ist die Unternehmenszeitschrift der MHK Group. Sie erscheint zu aktuellen Anlässen wie zur jährlich stattfindenden Hauptversammlung oder zu Messen der Küchen- und Möbelbranche. Die neuesten Ausgaben stehen Ihnen hier als Download zur Verfügung.

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Kirk Mangels
Tel.: +49 (0) 61 03 / 391-264
E-Mail: k.mangels@mhk.de 

Küchen Order Messe 2019

18.09.2019: Wetter wechselhaft – Stimmung sonnig

Halbzeit-Messefazit: Aussteller zufrieden, Besucher optimistisch

Von Kirk Mangels

Wenn man vor einer guten Woche auf die Wetterprognose geschaut hat, freute man sich auf eine Messewoche voller Sonne und Temperaturen über 20 Grad. Die Realität sieht etwas anders aus: Nach einem sonnigen Start am Samstag trübte sich das Wetter zusehends etwas mehr ein. Man hatte das Gefühl, es habe eher der Herbst als der goldene Spätsommer Einzug gehalten.

Umgekehrt sieht es in diesem Jahr mit der Stimmungslage aus. Sah es am Anfang des Jahres noch nach einem wechselhaften und turbulenten Jahr aus, glänzt das Jahr 2019 mit einem soliden dauerhaften Hoch. Ähnlich fällt auch das Halbzeit-Fazit zur Messe aus. Am Samstag noch etwas ruhiger gestartet, ging es ab Sonntag richtig los, so dass die meisten Hersteller zur Halbzeit ein Plus an Besuchern verzeichneten.

Bei den Ausstellungen stellt man sich Jahr für Jahr die immer gleichen Fragen: Was gibt es Neues, und wo muss ich auf jeden Fall hin? Und ebenfalls – wie jedes Jahr – ist dieses schwer zu beantworten, da man niemandem herausheben kann und will.

Die Neuheitendichte ist sehr individuell, um nicht zu sagen unterschiedlich. Hinter vorgehaltener Hand sagen einige schon recht deutlich, dass der Branche ein zweijähriger Neuheiten-Zyklus gut tun würde. Und das wird teilweise auch so gelebt: Während der eine Hersteller ein ganzes Feuerwerk an Neuheiten präsentiert, sieht man beim nächsten, dass im Vorjahr viel gezeigt wurde und in diesem Jahr etwas mehr verwaltet wird – auch wenn das obligatorische Messe-Highlight natürlich nicht fehlen darf.

In Summe kann man aber festhalten, dass die KOW eine absolute Pflichtveranstaltung für die gesamte Branche ist. Denn egal, ob Technik, Design oder Materialien, in allen Bereichen wurden die Küchen weiter entwickelt.

Alles wird moderner und hochwertiger. Kunden wollen mehr Komfort und Technik. Schubkästen laufen noch leichter, Regale mit Schiebetüren erleichtern den Zugang. Weiß und Magnolia bestimmen zwar weiter den Markt, aber Holz und dunklere Töne sind klar im Kommen.

Licht in allen Variationen sorgt für besondere Effekte und Emotionen. Akzente werden zunehmend über ausgefallene Nischenmaterialien und Dekore gesetzt. Für Innovationen sorgen außerdem die Elektrogeräte. Sie lassen sich über Apps steuern und sorgen dafür, dass die Küche immer vernetzter wird. Ein weiterer Trend, der einem oft begegnet, sind sicherlich Raumtrennsysteme beziehungsweise komplett flexible Schranksysteme, die im Küchenraum verschmelzen.

Eines steht fest: Küchen der Generation 2020 sind schöner und besser denn je. Sie werden dafür sorgen, dass beim Verbraucher Begehrlichkeiten entstehen und die Marktführerschaft der deutschen Küchenindustrie weiter ausgebaut wird. Wichtig ist, dass der Handel diese Steilvorlagen aufgreift. Dann wird es gelingen, dass wir das eingangs beschrieben solide Hoch auch bis ins Jahresfinale retten. Dann muss einem aller Unkenrufe zum Trotz auch um 2020 nicht bange werden.

Küchen Order Messe 2019

17.09.2019: Die Branche steht zusammen

Gute Stimmung und klare Worte beim MHK-Branchenabend

Von Kirk Mangels

Wohl selten zuvor war der MHK-Branchenabend so prominent und so gut besetzt wie im Jahr 2019. Hans Strothoff hatte die Branche zum traditionellen Abend geladen, um über die aktuellen Herausforderungen zu diskutieren.

Dass es der Branche trotz vieler negativer Prognosen gut geht,war auch an der Stimmung zu spüren. Das MHK-Forum in der Industriestraße war bis auf den letzten Platz besetzt. Das »who is who« der Branche gab dem MHK-Chef die Ehre. Bevor Gastredner Dr. Lucas Heumann, Hauptgeschäftsführer des Verbandes der deutschen Küchenmöbelindustrie (VdDK), mit dem Industrieblick ans Rednerpult trat, begrüßte ein gut gelaunter Hans Strothoff die Gäste mit der Feststellung, dass die Branche trotz, aber auch wegen der Konzentrationsprozesse gut aufgestellt sei. Klar heraus hob er die Notwendigkeit der Einkaufsverbände in genau solchen Zeiten: »Umso wichtiger ist das Engagement der Einkaufsverbände. Sie sichern durch vielfältige und qualitativ hochwertige Dienstleistungen nicht nur die Position des Einzelhandels. Sie sichern zugleich den Absatz für die Industrie und garantieren faire und wettbewerbsfähige Preise und perfekte Produkte für den Endkunden.« Das würde in dem zur Zeit noch guten Absatz resultieren.

Nach wie vor seien die Kunden in guter Laune. Sichere Arbeitsplätze und die wachsende Bedeutung des Themas Kochen und Küche würden zudem die Entwicklung positiv beeinflussen. Mahnend hob er aber auch hervor, dass die wirtschaftliche Entwicklung durchaus auf die Küchenkonjunktur durchschlagen könnte.

Hierbei blickte er besonders auf die zahlreichen Neubauten der Industrie: »Was im vergangenen, in diesem und im nächsten Jahr an Kapazitäten in der Produktion geschaffen wurde und wird, lässt einen schon wundern. Wir alle reden von einer Stagnation, eventuell von einem wirtschaftlichen Abschwung. Und es werden rund 50 Prozent mehr Produktionskapazität geschaffen. Da ist es doch vorprogrammiert, dass das die Branche massiv unter Druck setzen wird. Und diese Zukunft ist Hausgemacht.« Dies würde auch zu weiterer Verdrängung führen, so der MHK-Chef. Um auf Augenhöhe mit den immer größer werdenden Industriepartnern zu verhandeln, sei eine gewisse Stärke erforderlich. Deshalb sei es wichtig, dass Verbände ihre Kräfte bündeln und Synergien nutzen, um auch in Zukunft auf Augenhöhe miteinander verhandeln zu können. »Nur starke und leistungsfähige Verbände können ihre Partner in allen Unternehmensbereichen umfassend unterstützen.«

Gleichzeitig blickte Hans Strothoff auf die vergangenen Jahre zurück und hob die besondere und einmalige Position der Küchenbranche heraus. Diese resultiere genau daraus,dass Handel und Industrie grundsätzlich sehr erfolgreich zusammen- und nicht gegeneinander arbeiten würden. Das gemeinsame Interesse, die Küche als Lebensmittelpunkt für den Endverbraucher weiterzuentwickeln, sei das Erfolgsrezept der vergangenen Jahre, von dem sowohl Endkunden, als auch Handel und Industrie profitieren würden. Diesen Ball griff Gastredner Dr. Lucas Heumann, der ebenfalls die gemeinsamen Kooperationen zwischen Handel und Industrie heraushob, gerne auf: »Auch aus Industriesicht leisten die Küchenverbände einen wichtigen Beitrag für die Wettbewerbsfähigkeit des mittelständischen Fachhandels. Wir sind froh, dass es die Verbände gibt.«

Gerade auch im Gegensatz zu den anderen Branchen, die er verantwortet – davon zeigte sich Dr. Heumann überzeugt –, werde der mittelständische Fachhandel in der Küche sogar Marktanteile gegenüber der Großfläche gewinnen. Ebenfalls lobte Dr. Heumann die Branchenlösungen, zum Beispiel beim Datenstandard und den Transportverpackungen. Mit Blick auf andere Branchen verhalte sich die Küchenbranche hier vorbildlich. Doch auch unangenehme Themen griff er in seinem kurzweiligen Vortrag auf: So ging er sowohl auf die Wettbewerbszentrale und das Kartellamt ein und hatte dabei erneut die Großfläche im Blick.

Abschließend beschrieb Dr. Heumann die Herausforderungen der Logistik für die Hersteller. Verstärkt durch die fehlende Ausbildung von LKW-Fahrern bei der Bundeswehr, laufe die Branche hier auf einen echten Engpass zu. »Umso wichtiger, dass sich auch die MHK Group das Thema Logistik auf die eigenen Fahnen geschrieben hat«, lobte Dr. Heumann. Die MHK Group hat mit der eigenen Tochtergesellschaft MHK Logistik einen ersten Vorstoß in Vorbereitung, der genau dafür sorgen wird, dass die eigenen Händler zukünftig vor Engpässen geschützt sind.

Als Fazit aus diesem Abend lässt sich mitnehmen, dass der Erfolg der Küchenbranche ein Produkt der guten Zusammenarbeit aus Industrie, Handel und Verbänden ist. Dieses Zusammenstehen wird auch der Erfolgsgarant für die Zukunft sein.

Küchen Order Messe 2019

16.09.2019: Ein Zeichen der Stärke

Die Branche ist in kraftvoller und optimistischer Stimmung

Von Kirk Mangels

Der Sonntag unterstrich erneut seine besondere Stellung in der Messewoche. Am zweiten Tag war der Andrang seitens der Fachbesucher sogar noch größer als am Samstag. Die Parkplätze waren so voll, dass vielerorts auf den Wiesen und Äckern neben den Werkshallen geparkt werden musste. Logisch, denn viele Besucher nutzen das Wochenende für einen Abstecher nach Ostwestfalen-Lippe. Die meisten Aussteller zählten mehr Besucher als im Vorjahr.

Entsprechend ist auch die Stimmung bei Industrie und Handel. War man noch mit verhaltenen Erwartungen in das Jahr gestartet, wurden diese in den ersten Monaten übertroffen. Das spiegelt sich hier in Ausstellungen der Industrie und der Aussicht auf den Jahresendspurt wider. Spannend aber auch: Der aufmerksame Fahrer kann auf der Rundreise das eine oder andere Neubauprojekt zur Kapazitätserweiterung entdecken. Daran zeigt sich auf der einen Seite der Optimismus und die Stärke der Branche, gleichzeitig wird so garantiert, dass man technologisch auf Ballhöhe bleibt. Auf der anderen Seite ist zu hoffen, dass diese auch dann sinnvoll genutzt werden, wenn es zu einer Eintrübung der Küchenkonjunktur kommen sollte.

Aber zurück zum hier und heute: Die Besucher bekommen viel Neues zu sehen. Die Küchen werden etwas dunkler und gerade Grautöne begegnen einem vermehrt in den Ausstellungen. Weiße puristische Küchen, aber auch sehr bunte Küchen, gibt es immer seltener. Dafür sind Erdtöne und Grautöne im Kommen, ebenso wie dunkle Hölzer. Insgesamt findet sich der generelle Trend zur Naturverbundenheit in den Küchen wieder.

Auch bei den Elektrogeräten gibt es zahlreiche Neuheiten. Die Geräte werden immer intelligenter und vernetzter. Zudem werden sie hochwertiger: Form und Funktion stehen im Mittelpunkt – ohne, dass das eine das andere dominiert. Die Küchen und Geräte werden immer mehr inszeniert. Die Aussteller entwickeln mit Agenturen und kreativen Ladenbauern Konzepte, wie sie ihre Produkte noch emotionaler präsentieren – und zwar als gesamte Lebenswelt. Das komplette Zuhause steht folgerichtig immer mehr im Mittelpunkt der Branche.

Und eines wird im Jahr 2019 ebenfalls deutlich: In den eigenen vier Wänden kann man sich anders und großzügiger präsentieren, als dies bei traditionellen Messen möglich ist. Hier kann man die Leistungsstärke und -vielfalt de Unternehmen in Gänze zeigen. Und deshalb verwundert es auch nicht, dass man auch in diesem Jahr gefühlt noch mehr auf internationale Gruppen trifft, die ihren Weg ins beschauliche Ostwestfalen-Lippe gefunden haben. Da gibt es Besuchergruppen aus Fernost. Aber auch Fachbesuch aus Indien, USA und dem Nahen Osten findet neben den Besuchern aus den Anrainerstaaten – allen voran aus den Niederlanden – seinen Weg.

Und ja, die Messelandschaft in OWL und das damit verbundene Hersteller-Hopping ist ungewöhnlich: Viele Kilometer, Baustellen (wenn auch in diesem Jahr gefühlt etwas weniger), rote Ampeln etc. kratzen gelegentlich an den Nerven. Aber was hier zwischen Melle, Verl und Bad Oyenhausen geboten wird, ist einmalig und hat seinen ganz besonderen Charme. Und dieser verfliegt auch nach Jahren nicht. Viel zu spannend sind die Inszenierungen, die auf einen warten.

Küchen Order Messe 2019

15.09.2019: Sonne strahlt über Ostwestfalen

Gelungener Start der Herbstmesse in OWL – Branche geht motiviert in den Herbst

Von Kirk Mangels

Seit gestern präsentieren sich Küchen, Elektrogeräte und Zubehör wieder auf der weltweit größten Küchenleistungsschau. Zwischen Melle, Bad Oeynhausen und Verl öffnen in diesen Tagen über 180 Hersteller, Zulieferer und Händler ihre Hausausstellungen oder zeigen ihre Neuheiten in den verschiedenen Messezentren der Region.

Für all diejenigen, die sich in Deutschland mit Küchen beschäftigen, ist die Reise nach Ostwestfalen ein Pflichttermin. Wenn man zum Beispiel im schönen Berlin auf der gerade zu Ende gegangenen IFA nach Küchenexperten suchte, musste man schon sehr genau schauen. Keine Frage: Die Internationale Funkausstellung ist eine schöne Messe, doch die Küche schaut nach Nordrhein-Westfalen. Gerade Händler fahren mit hohen Erwartungen zur KOW und werden nicht enttäuscht.

Der erste Messetag war durchweg positiv: Die Sonne strahlte fast den ganzen Tag und es gab nur wenige Wolken am Himmel. Es scheint so, als habe Petrus sein Wetter an der Stimmung der Branche orientiert. Das erste Halbjahr war zwar nicht herausragend, aber trotz aller Unkenrufe sehr stabil. Sowohl im Inland als auch im Ausland stiegen die Umsätze auf sehr hohem Niveau kontinuierlich weiter an.

Insgesamt blicken die Aussteller und Besucher optimistisch in die Zukunft. Nach wie vor geht es der deutschen Wirtschaft gut, die Arbeitsplätze sind sicher und die Konsumenten in Kauflaune. Die stetig wachsende Bedeutung der Themen Kochen und Küche sorgen zudem für Rückenwind. Auch wenn es nach wie vor ein paar dunkle Wolken am Horizont gibt, wenn man auf die allgemeine Konjunktur und die politische Lage schaut, müssen gerade jetzt die Weichen für die Zukunft gestellt werden. Die Messemacher rechnen deshalb damit, dass in den nächsten Tagen so viele Besucher kommen wie noch nie. Und das konkret, um zu ordern. Denn im Unterschied zu vielen anderen Messen bleibt Ostwestfalen eine Leistungsshow und zugleich eine Ordermesse.

Anspruchsvoll ist es allerdings, die verschiedenen Stationen in der Messeplanung unterzubringen. Konzentriert man sich auf seine Schlüssellieferanten? Nutzt man die Zeit, sich auch bei anderen Ausstellern inspirieren zu lassen? Die Auswahl macht es den Besuchern nicht einfach. Sie haben die Qual der Wahl. Es gibt quantitativ und qualitativ wahnsinnig viel zu sehen.

Dabei entwickeln sich Aussteller und Messe stetig weiter: Erstmals geht das Architekturzentrum rund um Leicht und Liebherr in Löhne an den Start. Löhne unterstreicht also einmal mehr seinen Anspruch als Messemittelpunkt. Der Gang durch die Ausstellungen und Hausmessen zeigt: Die Präsentationen sind in Weltformat. »Küchen made in Germany« sind in puncto Design und Qualität spitze.

Die Vorteile der Digitalisierung werden breiter dargestellt, verschmelzen mit der Küche und sorgen für mehr Komfort. Hoffentlich auch für höhere Durchschnittskommissionen. Gespannt sind Besucher aber vor allem auf die Neuheiten. So ist interessant, welche Farben und Materialien in den Küchen 2020 eingesetzt werden und welche neuen technischen Entwicklungen es gibt.

Wie wichtig Innovationen sind, um Begehrlichkeiten bei den Verbrauchern zu wecken, hat die schon eingangs erwähnte IFA gezeigt. Allen voran ist es dort gelungen, den Blick der Öffentlichkeit auf die Technik in der Küche und damit auch auf die smarte Küche zu lenken. Die kommenden Tagen werden nun zeigen, wie die Neuheiten vom Handel angenommen werden. Es wäre wünschenswert, wenn die Branche gerade zum Jahresende hin weiter für positive Schlagzeilen sorgen würde. An der Stimmung, den Ausstellern, den Besuchern und dem Wetter soll es dabei nicht liegen: Am ersten Tag präsentierten sich alle von ihrer besten Seite.

Hauptversammlung 2019

31.03.2019: Eine Veranstaltung. Viele Highlights.

MHK-Hauptversammlung zum 20. Mal in Berlin

Berlin (jp). Rekordzahlen. Namhafte Referenten. Wegweisende Visionen. Großer Sektempfang. Ein König. Ein amerikanischer Star. Gute Stimmung. Und überall zufriedene Gesichter ... Das 39. MHK-Gipfeltreffen, zu dem am letzten Märzwochenende 3.120 Gäste aus der gesamten Branche im Berliner Estrel Hotel anreisten, verströmte bereits einen Hauch Jubiläumscharakter – was nicht zuletzt auch daran lag, dass es auch zwei kleine Jubiläen zu feiern gab.

Ein Zwanzigstes. Denn die MHK-Hauptversammlung, die in diesem Jahr unter dem Motto „Erfolg im Zeichen des Wandels“ stand, fand bereits zum 20. Mal im Berliner Estrel Hotel statt. In seiner Begrüßungsrede betonte Hans Strothoff, Vorstandsvorsitzender der MHK Group, dass Berlin längst zur zweiten Heimat der Gruppe geworden sei. Hier habe der Verband so manchen Meilenstein gesetzt, die Weichen für sein erfolgreiches Wachstum gestellt. Das Estrel Hotel bedankte sich mit einem Sektempfang und einer glamourösen Bühnenshow für die gute Zusammenarbeit – ein Programmfinale mit Gänsehautfeeling.

Award „Das Goldene Dreieck” zum 15. Mal verliehen

Grund zum Feiern gab es auch bei der Prämierung der schönsten Küchen und Bäder des Jahres. Bereits zum 15. Mal wurden die kreativsten Küchenplaner und deren Kunden mit dem beliebten Award „Das Goldene Dreieck“ ausgezeichnet. Die Verleihung nahmen der König von Mallorca, Jürgen Drews, Laufstegschönheit und Tänzerin Rebecca Mir und Comedian und Drehbuchautor Thomas Hermanns vor. Die letzte Entscheidung über die Plätze eins bis drei lag wie schon in den Vorjahren in den Händen des Publikums, das per Live-Voting entschied.

Eine weitere Zahl, die beeindruckte, verkündete Hans Strothoff, Vorstandsvorsitzender der MHK Group, bereits am Freitagmorgen auf der Pressekonferenz, mit der traditionell der Startschuss für die Veranstaltung fällt: 6,012 Milliarden Euro. Dieses Umsatzergebnis erwirtschafteten die angeschlossenen Häuser 2018. Damit übersprang die MHK Group neuerlich eine magische Umsatzgrenze.

Mit Rekordumsatz weiter die Nummer 1

Wie die MHK Group den Erfolg ihrer Partner nachhaltig sichern will, erläuterte der MHK-Chef am Samstagvormittag. Bisher habe noch niemand auch nur annähernd einen funktionierenden Online-Verkauf auf die Beine gestellt, hob er hervor. Dass es künftig so bleiben werde, schloss er aber nicht aus. Um so wichtiger sei es, alle digitalen Möglichkeiten zu nutzen, um online Frequenz für das lokale Fachgeschäft zu schaffen, vor Ort zu begeistern und eine perfekte, fehlerfreie Auslieferung sicherzustellen. Denn „Geld verdienen Sie nur dann, wenn Sie die gesamte Wertschöpfungskette meistern“, betonte Hans Strothoff. Deshalb habe die MHK Group das Dienstleistungsangebot um weitere wichtige Bausteine wie die Aufmaß-App „easy room“, den Vorschlag-Assistenten für den Onlineplaner oder das neue Storekonzept „Cube“ ergänzt. Zum anderen stellte Hans Strothoff ein eigenes Logistiksystem für die Gruppe vor, das bei den Partnern in Handel und Industrie auf großen Zuspruch stieß, und künftig mehr Effizienz und Qualität in der Montage sicherstellen soll. Mit diesen Maßnahmen baut der Verband seine führende Position als Full-Service-Verband noch einmal deutlich aus.

Einen Überblick über die neue, aber auch die vielfältigen bestehenden Dienstleistungsangebote der Gruppe sowie über die Neuheiten der Hersteller bot einmal mehr die Messe living & style. Anders als noch vor wenigen Monaten in Köln konnten sich die MHK-Partner in Berlin auch von den Innovationen der Elektrogeräteindustrie überzeugen. Das gewählte Ambiente machte das Flanieren zwischen den Ständen besonders entspannend. Denn dieses Mal entführte die Messe living & style in den Dschungel Asiens und zeigte damit das andere Gesicht eines Kontinents, der sonst digitaler Pulsgeber ist.

Namhafte Referenten sorgen für frischen Wind und geben Impulse

Smartphone, Internetrecherche, Social Media – für Philipp Riederle gehören diese Dinge zum Alltag. Als Digital Native machte der 24-Jährige den zumeist Digital Immigrants im Saal an vielen Beispielen deutlich, wie seine Generation tickt, wie sie sich im Internet ansprechen und vom Kauf im stationären Handel begeistern lässt. Dass er mit seinem Vortrag auf großes Interesse stieß, machte nicht zuletzt der große Beifall deutlich. Den erntete auch Friedrich Merz, Mitglied des Präsidiums des Wirtschaftsrates der CDU e.V. und Vorsitzender der Atlantik-Brücke e.V. „Neu denken. Deutschland braucht Veränderung“ lautete das Thema seines Vortrages, in dem er über die zentralen Herausorderungen für Europa in den kommenden Jahren und Jahrzehnten sprach. Er forderte einen breiten Diskurs über die zukünftige Aufstellung in einer sich verändernden Weltordnung. Grundlage dazu sei aber ein einiges Europa. Den furiosen Schlussakkord bildete bei der 39. MHK-Hauptversammlung einmal mehr der Gala-Abend. Kerzenlicht. Festlich gekleidete Gäste. Strahlende Gesichter. Nach einer informationsgeladenen Tagung standen nun entspannte Kommunikation und Unterhaltung auf der Tagesordnung. Die Grußworte hielt Günter Althaus. Anschließend folgte das kulinarische Vier-Gänge-Menü. Kurz vor Mitternacht betrat schließlich die amerikanische Sängerin Anastacia die große Bühne und begeisterte mit ihrer unverwechselbaren Stimme sowie einer Mischung aus neuen Songs und bekannten Hits das Publikum.

Erst in den frühen Morgenstunden klang das 39. MHK-Gipfeltreffen aus. Und einmal mehr waren sich die Gäste einig: Die MHK Group kann beides. Sie stellt für ihre Partner durchdachte Konzepte, die auf den Wandel der Zeit reagieren, ebenso auf die Beine wie unvergessliche Partys!

Küchen Order Messe 2018

19.09.2018: »Wetter top, Messe top«

Positives Fazit zur Halbzeit der Herbstmesse: Aussteller und Besucher hoch zufrieden

Von Kirk Mangels

Die Sonne hat es nach dem langen Sommer mit Ostwestfalen- Lippe auch bei der Messe gut gemeint: Bei Temperaturen über 30 Grad kam man ordentlich ins Schwitzen. Die Herbstmesse ist noch voll im Gange, doch ein kleines Fazit kann schon jetzt gezogen werden: Die Stimmung in der Branche ist gut. Die Aussteller sind mit dem Messeverlauf bisher sehr zufrieden. Es kamen viele Besucher und die Vorjahreswerte wurden bei den meisten Ausstellern zumindest eingestellt. Und es wurde auch kräftig geordert.

Man spürt, dass es der Branche gut geht und Küchen »Made in Germany« gerade auch im Ausland gefragt sind. Nicht nur in Verl war es in diesen Tagen voll. Auch die anderen großen Besuchermagneten in Rödinghausen, Löhne, Enger und entlang der A30 melden viele Besucher.

Was gibt es Neues? Diese Frage stellen die Besucher, wenn sie auf ihren Außendienstmitarbeiter treffen. Auch in diesem Jahr ist es nicht einfach, darauf in einem Satz zu antworten. Denn es hat sich im Detail viel verändert. Egal ob Technik, Design oder Materialien, in allen Bereichen wurden die Küchen weiter verbessert. Alles wird hochwertiger und individueller. Ein Ergebnis davon, dass König Kunde mehr Komfort und Technik wünscht.

Aus dem Wunsch nach einem hochwertigen Materialmix ergibt sich die wachsende Bedeutung von Natursteinen. Unverändert zeigt sich das Farbspektrum: Weiß, Grau und vor allem Schwarz. Bei den Materialien geben nach wie vor Holz, Beton, Glas, Keramik und Metall den Ton an. Licht in allen Variationen sorgt für besondere Effekte und Emotionen. Akzente werden zunehmend über ausgefallene Nischenmaterialien und Dekore gesetzt. Für Innovationen sorgen die Elektrogeräte, die mit ihren hochwertigen Oberflächen für eine neue Präsenz in der Küche stehen. Küchen werden immer vernetzter. Eines steht fest: Küchen der Generation 2019 sind schöner und besser denn je. Sie werden dafür sorgen, dass beim Verbraucher Begehrlichkeiten entstehen und die Marktführerschaft der deutschen Küchenindustrie weiter ausgebaut wird.

Wichtig ist, dass der Handel diese Steilvorlagen aufgreift und den Küchenboom der letzten Jahre neu beleben kann. Es wäre schade, wenn sich die wachsende Wertigkeit nicht in den Bilanzen der Unternehmen widerspiegeln würde.

Und auch einen anderen kleinen Trend kann man beobachten. Immer wieder trifft man auf ganze Reisegruppen – teilweise sogar aus Fernost. Denn wenn es sein soll, werden diese Gruppen eingeflogen und mit eigens dafür eingerichteten Shuttles nach Ostwestfalen gebracht.

Auch wenn das Hersteller-Hopping mit vielen Strapazen verbunden ist, täglich viele Kilometer zurückzulegen sind und lange Wartezeiten an roten Ampeln dazugehören: Die Küchenshow in Ostwestfalen ist in jeder Hinsicht etwas ganz Besonderes und definitiv höchst lohnenswert.

Küchen Order Messe 2018

18.09.2018: Blick auf die Zukunft

20 Jahre MHK-Branchenabend – Deutliche Worte und viel Herz zum Thema Nachfolge

Von Kirk Mangels

Ein besonderer Branchenabend « war wohl das Fazit der meisten Besucher, die am gestrigen Montag der Einladung von MHK-Chef Hans Strothoff zum traditionellen Branchenabend gefolgt waren. Und dieser Abend war nicht nur deshalb ein besonderer, weil die Branche bereits zum 20. Mal in der Industriestraße in Enger zu Besuch war.

Im Mittelpunkt für diese Einschätzung stand neben einem bestens aufgelegten Hans Strothoff auch der Gastredner Gerhard Blum, der mit viel Menschlichkeit, Wärme und einem Augenzwinkern über das eigene Unternehmen und die Übergabe an die nachfolgende Generation berichtete.

»Anlässlich des Jubiläums werde ich mich heute zurückhalten und nur über angenehme Dinge sprechen.« Mit diesen Worten eröffnete Hans Strothoff den erneut bis auf den letzten Platz besetzten Branchenabend. »Hatte ich mir so überlegt.« Um das durchzuhalten, sei seit letztem Jahr aber viel zu viel passiert: Mit Blick auf den Ausbau der Produktionsstätten der großen Küchenmöbelhersteller und gezielter Übernahmen, würden Kapazitäten geschaffen, die nur über Verdrängung auch gefüllt werden könnten. »Wenn das aber so kommt, dann besteht das Risiko, dass auch die Anzahl der Lieferanten weiter sinkt.«Wenn es dann nur noch wenige größere Hersteller gäbe, müsse doch auch der Handel reagieren: »Klar ist doch: Der Handel kann hier nur durch größere Verbände oder größere Einkaufsgesellschaften gegenhalten.« Strothoff führte aus, dass dieser Punkt in der öffentlichen Wahrnehmung deutlich kritischer aufgenommen würde, als der erstere. Dabei sei dieser unbedingt notwendig, um ein Gleichgewicht zu halten.

Gleichzeitig mahnte er aber auch, bei steigendem Wettbewerbsdruck das Wesentliche im Blick zu behalten: »Heute Abend sitzen wir hier – gemeinsam – in traditionell gemütlicher Atmosphäre zusammen. Und das ist gut, denn wir sollten nie aus den Augen verlieren, dass die Menschlichkeit und das Miteinander die Weichen der Zukunft stellen.« 

Auf das eigentliche Hauptthema des Abends, die »Nachfolge«, kam Hans Strothoff ebenfalls zu sprechen. Dieses Thema lässt sich aus MHK-Perspektive aus zwei Richtungen betrachten: aus Sicht des Handels und aus Sicht der MHK Group. »Auf der Jahreshauptversammlung im Mai in Berlin haben wir die Lösung für den Handel präsentiert: die MHK Europa-Akademie. « Eine Gesellschaft, die sich explizit mit der Nachfolgesuche und der Unterstützung für den Fachhandel beschäftigt. Doch auch für die MHK Group sind die Weichen auf Zukunft schon lange gestellt. So gibt es eine nach dem Modell der Robert Bosch GmbH aufgebaute Doppelstiftung und hervorragende Rahmenbedingungen für die auf die Zukunft ausgerichteten Organe der AG.

Dass die Menschlichkeit tatsächlich im Vordergrund stand, ließ sich nicht zuletzt an den Worten ablesen, mit denen Hans Strothoff Gerhard Blum in seiner Rede bedachte: »Sie und Ihr Unternehmen stehen für solides Wirtschaften, Innovationsbereitschaft und vor allem für Verlässlichkeit. Sie sind ein vorbildliches Familienunternehmen und wie man es neudeutsch aussprechen würde – ein Hidden Champion.« 

Gerhard Blum griff diesen Ball perfekt auf und begeisterte die Gäste mit seinem ruhigen, österreichischen Charme von der Gradlinigkeit aber auch der Weitsicht des Unternehmens Blum. Im Juni 2019 wird die Übergabe des Unternehmens auf die dritte Generation abgeschlossen sein. Dann wird Gerhard Blum die Unternehmensleitung an Philipp und Martin Blum übergeben haben: »Daher könnte es zum heutigen Thema gar keinen besseren Referenten geben.« Kurzweilig berichtete er sowohl über die anstehende und bereits erfolgte Übergabe als auch über den Start des Unternehmens.

Die ersten Schritte seines Vaters in der Selbstständigkeit seien nicht immer ganz einfach gewesen. Selbst die eigene Mutter war noch nicht vom Geschäftserfolg des Unternehmens überzeugt: »Weil es am Anfang so schwierig war Mitarbeiter zu finden, hat mein Vater eine große Dankbarkeit gegenüber jenen Leuten entwickelt, die an ihn geglaubt haben und mit ihm in schwierigen Zeiten durch Dick und Dünn gegangen sind. Daraus erwuchs seine große soziale Verantwortung für unsere Mitarbeiter und deren Familien.« Und diese leben Blum bis heute.

Julius Blum gab seinem Sohn hieraus abgeleitet mehrere Hinweise mit auf den Weg: »Das Unternehmen ist in erster Linie für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ihre Familien da – und erst in zweiter Linie für unsere Familie. Vergesst nie, wie viele Leute mir geholfen haben, das Unternehmen aufzubauen.“ Und noch eine weitere Maxime lebt Gerhard Blum bis heute: »Wir verfolgen eine vorsichtige Finanzpolitik, um die finanzielle Unabhängigkeit und die damit verbundene Entscheidungsfreiheit für unser Unternehmen so lange wie möglich zu erhalten.« 

Gerhard Blum hob heraus, dass sie den eigenen Nachwuchs nie gedrängt hätten, in die Nachfolge einzutreten, aber auf eine gute Ausbildung geachtet hätten. Neben der Organisation des eigenen Unternehmens, unterstrich Gerhard Blum, würde zusätzlich zur Familie auch externen Führungskräften eine große Bedeutung zukommen.

Begeistert applaudierten die Gäste beiden Rednern. Dieses für die Branche so wichtige Thema wurde anschließend noch bis spät in den Abend weiter diskutiert.

Küchen Order Messe 2018

17.09.2018: »Welcome to« Ostwestfalen-Lippe

Viele Neuheiten und Liebe zum Detail begeistern Besucher

Von Kirk Mangels

Auch der zweite Tag zeichnete sich durch einen großen Andrang seitens der Fachbesucher aus. Der Trend der Vorjahre, dass viele das Wochenende für ihren Messebesuch nutzen, setzt sich 2018 fort. Insbesondere der Sonntag festigte seinen Ruf als stärkster Tag der Woche. Das führte an manchen Messe-Hotspots zu dem schon bekannten Engpass an Parkmöglichkeiten.

Nach dem zweiten Tag ist es üblicherweise noch zu früh für ein Zwischenfazit. Aber: Die meisten Aussteller sind bislang sehr zufrieden, auch wenn am Samstag und Sonntag nicht überall neue Besucherrekorde gefeiert wurden. Die  Ausstellungen waren mit nationalen und auch internationalen Messegästen bestens gefüllt. Der eine oder andere Aussteller hatte bereits in den vergangenen Jahren berichtet, dass es durchaus mehr internationales Publikum auf die Herbstmesse zieht. Für die Aussteller ist dies optimal, schließlich kann man die eigenen Kunden nirgendwo so sehr begeistern, wie bei sich zu Hause. Auch ist das Risiko durch die lange Verweildauer geringer, dass sich die eigenen Partner direkt beim Mitbewerber umschauen. Das spiegelt sich nicht zuletzt in immer internationaleren Präsentationen wider.

Neben der Internationalität sieht man einen weiteren Trend: Die Hersteller setzen längst nicht mehr nur auf das Thema Küche. Neben dem Wohn- und Esszimmer stehen mittlerweile auch Hauswirtschaftsraum und Ankleidezimmer ganz oben auf dem Agenda. Zwei Beispiele: Bei Häcker werden unter dem Motto »Home Stories« unterschiedliche Wohnwelten präsentiert. »More than kitchen« heißt es beim Branchenprimus nobilia, der den Handel in die Lage versetzen will, ganzheitliches Wohndesign anzubieten – eben alles aus einem Guss. Eine schöne Möglichkeit für den Handel, Zusatzumsätze zu realisieren.

Als weiterer Trend findet sich die Digitalisierung in der Küche wieder. Die Küchenmöbelindustrie widmet sich jetzt ebenfalls dem Thema. Um wirklich die Vorteile der digitalen Welt in der Küche zu realisieren, muss zum Beispiel bekannt sein, was im Kühlschrank und in den Vorratsschränken zu finden ist. Grundsätzlich sieht man erste Schritte auf dem Weg zur digitalen Küche. Es bleibt spannend, wie sich die Trends entwickeln und welche sich am Ende durchsetzen werden.

Wer sich einfach inspirieren lassen möchte, wird auf der Messe ebenfalls fündig. Die mit viel Liebe geplanten Ausstellungen sind ein wahrer Ideenpool. Sich Anregungen holen und neue Trends entdecken, ist für den Küchenplaner wichtiger denn je. Denn die Erwartungen der Menschen an ihre Küche, aber auch an die Präsentation in den Geschäften, steigen von Jahr zu Jahr.

Beim Küchenkauf geht es schon lange nicht mehr nur um die Funktion und die Qualität. Die Küche wird immer mehr zum Lifestyle-Produkt. Im Fokus stehen nach wie vor Mix and Match, Industrial Style, Shabby Chic und der mediterrane Einfluss. Kunden suchen nach Lebenswelten, nach Innovationen und mehr Individualität. Neues Design, wertige Fronten in außergewöhnlichen Materialien sind gefragt. Das Innenleben der Schränke muss durchdacht und praktisch sein. Niemand möchte in der Küche auf Komfort verzichten. Im Endeffekt sollte auch schon der Besuch im Küchenstudio ein Erlebnis sein. Inspirationen, wie man dieses gestalten könnte, gibt es hier in Ostwestfalen-Lippe zu genüge.

Küchen Order Messe 2018

16.09.2018: Optimaler Messestart in Ostwestfalen

Gelungener Auftakt – Mit Optimismus in den Herbst

Von Kirk Mangels

Deutschland konnte sich über einen besonders langen Sommer, viel Sonnenschein und warme Temperaturen freuen. Zum Start der Hausmessen zeigt sich das Wetter von der besten Seite: Kein Regen und nicht zu warm. Mit viel Energie und einem vollen Auftragsbuch zeigen sich auch die Küchenbauer optimistisch für den Jahresendspurt. Doch die gute Grundstimmung ist durch die vergangenen Wochen etwas verhalten und es bleibt unklar, wie sich die Situation bis zum Jahresende entwickelt.

Ein Grund mehr, mit großer Motivation nach Ostwestfalen zu ziehen, um im Herzen der deutschen Küchenmöbelindustrie die Grundlage für einen erfolgreichen Jahresendspurt und einen guten Jahresstart im Jahr 2019 zu legen. Im Umkreis von 50 Kilometern sind die meisten größeren Küchenmöbelhersteller beheimatet. Viele andere haben die Möglichkeit genutzt, in einem der zahlreichen Messezentren unterzukommen.

220 Aussteller präsentieren sich in diesem Jahr. Mehr als je zuvor. Die Präsenz in OWL ist fast schon ein Muss. Und die Aussteller sind gut gerüstet. Die Hausmessen entlang der A30 und die Messezentren sind auf Hochglanz poliert. Die Besucher aus dem In- und Ausland bekommen viel zu sehen. Da ist es kein Wunder, dass sich die deutsche und mitteleuropäische Küchenbranche in Ostwestfalen ein Stell-Dich-Ein gibt und sich nicht nur die versammelte Hotellerie und die Tankstellenbetreiber freuen dürfen.

Vor ein paar Tagen ging in Berlin auch die IFA zu Ende. Und es ist damit zu rechnen, dass sich die dortige gute Stimmung auch in OWL wiederfindet. Es sind bekanntlich nicht alle Berliner Geräte-Aussteller mit eigenen Ausstellungen vertreten, verzichten muss man auf die Geräte aber nicht, da sie in den verschiedenen Küchenpräsentationen und teilweise auch bei einzelnen Herstellern zu finden sind.

Neben dem starken Fokus auf das Ordergeschäft kann man sich eigentlich nirgendwo so intensiv über Trends und Neuheiten informieren wie hier. Denn es ist klar, dass man sich in der heimatlichen Ausstellung größer und damit auch umfassender und abwechslungsreicher präsentieren kann, als es an anderen Messeplätzen tatsächlich möglich ist. Und da in dieser Woche Gummistiefel ganz sicher nicht benötigt werden, sind die Weichen für eine herausragende Messewoche und viel Schwung gestellt.

Wer dem Charme der Gegend zwischen Rödinghausen, Bad Oeynhausen und Gütersloh nichts abgewinnen kann, der wird bis Januar zur LivingKitchen abwarten müssen. Es wäre allerdings sehr schade. Denn schon der erste Messetag hat gezeigt, dass auch 2018 die Ausstellung in den eigenen vier Wänden ihren ganz besonderen Reiz hat. Da nimmt man doch den einen oder anderen Kilometer im Auto in Kauf.


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