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MHK-Welt: Die Zeitschrift der MHK Group

Die MHK-Welt ist die Unternehmenszeitschrift der MHK Group. Sie erscheint zu aktuellen Anlässen wie zur jährlich stattfindenden Hauptversammlung oder zu Messen der Küchen- und Möbelbranche. Die neuesten Ausgaben stehen Ihnen hier als Download zur Verfügung.

Pressekontakt:
Kirk Mangels
Tel.: +49 (0) 61 03 / 391-264
E-Mail: k.mangels@mhk.de 

Küchen Order Messe 2018

19.09.2018: »Wetter top, Messe top«

Positives Fazit zur Halbzeit der Herbstmesse: Aussteller und Besucher hoch zufrieden

Von Kirk Mangels

Die Sonne hat es nach dem langen Sommer mit Ostwestfalen- Lippe auch bei der Messe gut gemeint: Bei Temperaturen über 30 Grad kam man ordentlich ins Schwitzen. Die Herbstmesse ist noch voll im Gange, doch ein kleines Fazit kann schon jetzt gezogen werden: Die Stimmung in der Branche ist gut. Die Aussteller sind mit dem Messeverlauf bisher sehr zufrieden. Es kamen viele Besucher und die Vorjahreswerte wurden bei den meisten Ausstellern zumindest eingestellt. Und es wurde auch kräftig geordert.

Man spürt, dass es der Branche gut geht und Küchen »Made in Germany« gerade auch im Ausland gefragt sind. Nicht nur in Verl war es in diesen Tagen voll. Auch die anderen großen Besuchermagneten in Rödinghausen, Löhne, Enger und entlang der A30 melden viele Besucher.

Was gibt es Neues? Diese Frage stellen die Besucher, wenn sie auf ihren Außendienstmitarbeiter treffen. Auch in diesem Jahr ist es nicht einfach, darauf in einem Satz zu antworten. Denn es hat sich im Detail viel verändert. Egal ob Technik, Design oder Materialien, in allen Bereichen wurden die Küchen weiter verbessert. Alles wird hochwertiger und individueller. Ein Ergebnis davon, dass König Kunde mehr Komfort und Technik wünscht.

Aus dem Wunsch nach einem hochwertigen Materialmix ergibt sich die wachsende Bedeutung von Natursteinen. Unverändert zeigt sich das Farbspektrum: Weiß, Grau und vor allem Schwarz. Bei den Materialien geben nach wie vor Holz, Beton, Glas, Keramik und Metall den Ton an. Licht in allen Variationen sorgt für besondere Effekte und Emotionen. Akzente werden zunehmend über ausgefallene Nischenmaterialien und Dekore gesetzt. Für Innovationen sorgen die Elektrogeräte, die mit ihren hochwertigen Oberflächen für eine neue Präsenz in der Küche stehen. Küchen werden immer vernetzter. Eines steht fest: Küchen der Generation 2019 sind schöner und besser denn je. Sie werden dafür sorgen, dass beim Verbraucher Begehrlichkeiten entstehen und die Marktführerschaft der deutschen Küchenindustrie weiter ausgebaut wird.

Wichtig ist, dass der Handel diese Steilvorlagen aufgreift und den Küchenboom der letzten Jahre neu beleben kann. Es wäre schade, wenn sich die wachsende Wertigkeit nicht in den Bilanzen der Unternehmen widerspiegeln würde.

Und auch einen anderen kleinen Trend kann man beobachten. Immer wieder trifft man auf ganze Reisegruppen – teilweise sogar aus Fernost. Denn wenn es sein soll, werden diese Gruppen eingeflogen und mit eigens dafür eingerichteten Shuttles nach Ostwestfalen gebracht.

Auch wenn das Hersteller-Hopping mit vielen Strapazen verbunden ist, täglich viele Kilometer zurückzulegen sind und lange Wartezeiten an roten Ampeln dazugehören: Die Küchenshow in Ostwestfalen ist in jeder Hinsicht etwas ganz Besonderes und definitiv höchst lohnenswert.

Küchen Order Messe 2018

18.09.2018: Blick auf die Zukunft

20 Jahre MHK-Branchenabend – Deutliche Worte und viel Herz zum Thema Nachfolge

Von Kirk Mangels

Ein besonderer Branchenabend « war wohl das Fazit der meisten Besucher, die am gestrigen Montag der Einladung von MHK-Chef Hans Strothoff zum traditionellen Branchenabend gefolgt waren. Und dieser Abend war nicht nur deshalb ein besonderer, weil die Branche bereits zum 20. Mal in der Industriestraße in Enger zu Besuch war.

Im Mittelpunkt für diese Einschätzung stand neben einem bestens aufgelegten Hans Strothoff auch der Gastredner Gerhard Blum, der mit viel Menschlichkeit, Wärme und einem Augenzwinkern über das eigene Unternehmen und die Übergabe an die nachfolgende Generation berichtete.

»Anlässlich des Jubiläums werde ich mich heute zurückhalten und nur über angenehme Dinge sprechen.« Mit diesen Worten eröffnete Hans Strothoff den erneut bis auf den letzten Platz besetzten Branchenabend. »Hatte ich mir so überlegt.« Um das durchzuhalten, sei seit letztem Jahr aber viel zu viel passiert: Mit Blick auf den Ausbau der Produktionsstätten der großen Küchenmöbelhersteller und gezielter Übernahmen, würden Kapazitäten geschaffen, die nur über Verdrängung auch gefüllt werden könnten. »Wenn das aber so kommt, dann besteht das Risiko, dass auch die Anzahl der Lieferanten weiter sinkt.«Wenn es dann nur noch wenige größere Hersteller gäbe, müsse doch auch der Handel reagieren: »Klar ist doch: Der Handel kann hier nur durch größere Verbände oder größere Einkaufsgesellschaften gegenhalten.« Strothoff führte aus, dass dieser Punkt in der öffentlichen Wahrnehmung deutlich kritischer aufgenommen würde, als der erstere. Dabei sei dieser unbedingt notwendig, um ein Gleichgewicht zu halten.

Gleichzeitig mahnte er aber auch, bei steigendem Wettbewerbsdruck das Wesentliche im Blick zu behalten: »Heute Abend sitzen wir hier – gemeinsam – in traditionell gemütlicher Atmosphäre zusammen. Und das ist gut, denn wir sollten nie aus den Augen verlieren, dass die Menschlichkeit und das Miteinander die Weichen der Zukunft stellen.« 

Auf das eigentliche Hauptthema des Abends, die »Nachfolge«, kam Hans Strothoff ebenfalls zu sprechen. Dieses Thema lässt sich aus MHK-Perspektive aus zwei Richtungen betrachten: aus Sicht des Handels und aus Sicht der MHK Group. »Auf der Jahreshauptversammlung im Mai in Berlin haben wir die Lösung für den Handel präsentiert: die MHK Europa-Akademie. « Eine Gesellschaft, die sich explizit mit der Nachfolgesuche und der Unterstützung für den Fachhandel beschäftigt. Doch auch für die MHK Group sind die Weichen auf Zukunft schon lange gestellt. So gibt es eine nach dem Modell der Robert Bosch GmbH aufgebaute Doppelstiftung und hervorragende Rahmenbedingungen für die auf die Zukunft ausgerichteten Organe der AG.

Dass die Menschlichkeit tatsächlich im Vordergrund stand, ließ sich nicht zuletzt an den Worten ablesen, mit denen Hans Strothoff Gerhard Blum in seiner Rede bedachte: »Sie und Ihr Unternehmen stehen für solides Wirtschaften, Innovationsbereitschaft und vor allem für Verlässlichkeit. Sie sind ein vorbildliches Familienunternehmen und wie man es neudeutsch aussprechen würde – ein Hidden Champion.« 

Gerhard Blum griff diesen Ball perfekt auf und begeisterte die Gäste mit seinem ruhigen, österreichischen Charme von der Gradlinigkeit aber auch der Weitsicht des Unternehmens Blum. Im Juni 2019 wird die Übergabe des Unternehmens auf die dritte Generation abgeschlossen sein. Dann wird Gerhard Blum die Unternehmensleitung an Philipp und Martin Blum übergeben haben: »Daher könnte es zum heutigen Thema gar keinen besseren Referenten geben.« Kurzweilig berichtete er sowohl über die anstehende und bereits erfolgte Übergabe als auch über den Start des Unternehmens.

Die ersten Schritte seines Vaters in der Selbstständigkeit seien nicht immer ganz einfach gewesen. Selbst die eigene Mutter war noch nicht vom Geschäftserfolg des Unternehmens überzeugt: »Weil es am Anfang so schwierig war Mitarbeiter zu finden, hat mein Vater eine große Dankbarkeit gegenüber jenen Leuten entwickelt, die an ihn geglaubt haben und mit ihm in schwierigen Zeiten durch Dick und Dünn gegangen sind. Daraus erwuchs seine große soziale Verantwortung für unsere Mitarbeiter und deren Familien.« Und diese leben Blum bis heute.

Julius Blum gab seinem Sohn hieraus abgeleitet mehrere Hinweise mit auf den Weg: »Das Unternehmen ist in erster Linie für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ihre Familien da – und erst in zweiter Linie für unsere Familie. Vergesst nie, wie viele Leute mir geholfen haben, das Unternehmen aufzubauen.“ Und noch eine weitere Maxime lebt Gerhard Blum bis heute: »Wir verfolgen eine vorsichtige Finanzpolitik, um die finanzielle Unabhängigkeit und die damit verbundene Entscheidungsfreiheit für unser Unternehmen so lange wie möglich zu erhalten.« 

Gerhard Blum hob heraus, dass sie den eigenen Nachwuchs nie gedrängt hätten, in die Nachfolge einzutreten, aber auf eine gute Ausbildung geachtet hätten. Neben der Organisation des eigenen Unternehmens, unterstrich Gerhard Blum, würde zusätzlich zur Familie auch externen Führungskräften eine große Bedeutung zukommen.

Begeistert applaudierten die Gäste beiden Rednern. Dieses für die Branche so wichtige Thema wurde anschließend noch bis spät in den Abend weiter diskutiert.

Küchen Order Messe 2018

17.09.2018: »Welcome to« Ostwestfalen-Lippe

Viele Neuheiten und Liebe zum Detail begeistern Besucher

Von Kirk Mangels

Auch der zweite Tag zeichnete sich durch einen großen Andrang seitens der Fachbesucher aus. Der Trend der Vorjahre, dass viele das Wochenende für ihren Messebesuch nutzen, setzt sich 2018 fort. Insbesondere der Sonntag festigte seinen Ruf als stärkster Tag der Woche. Das führte an manchen Messe-Hotspots zu dem schon bekannten Engpass an Parkmöglichkeiten.

Nach dem zweiten Tag ist es üblicherweise noch zu früh für ein Zwischenfazit. Aber: Die meisten Aussteller sind bislang sehr zufrieden, auch wenn am Samstag und Sonntag nicht überall neue Besucherrekorde gefeiert wurden. Die  Ausstellungen waren mit nationalen und auch internationalen Messegästen bestens gefüllt. Der eine oder andere Aussteller hatte bereits in den vergangenen Jahren berichtet, dass es durchaus mehr internationales Publikum auf die Herbstmesse zieht. Für die Aussteller ist dies optimal, schließlich kann man die eigenen Kunden nirgendwo so sehr begeistern, wie bei sich zu Hause. Auch ist das Risiko durch die lange Verweildauer geringer, dass sich die eigenen Partner direkt beim Mitbewerber umschauen. Das spiegelt sich nicht zuletzt in immer internationaleren Präsentationen wider.

Neben der Internationalität sieht man einen weiteren Trend: Die Hersteller setzen längst nicht mehr nur auf das Thema Küche. Neben dem Wohn- und Esszimmer stehen mittlerweile auch Hauswirtschaftsraum und Ankleidezimmer ganz oben auf dem Agenda. Zwei Beispiele: Bei Häcker werden unter dem Motto »Home Stories« unterschiedliche Wohnwelten präsentiert. »More than kitchen« heißt es beim Branchenprimus nobilia, der den Handel in die Lage versetzen will, ganzheitliches Wohndesign anzubieten – eben alles aus einem Guss. Eine schöne Möglichkeit für den Handel, Zusatzumsätze zu realisieren.

Als weiterer Trend findet sich die Digitalisierung in der Küche wieder. Die Küchenmöbelindustrie widmet sich jetzt ebenfalls dem Thema. Um wirklich die Vorteile der digitalen Welt in der Küche zu realisieren, muss zum Beispiel bekannt sein, was im Kühlschrank und in den Vorratsschränken zu finden ist. Grundsätzlich sieht man erste Schritte auf dem Weg zur digitalen Küche. Es bleibt spannend, wie sich die Trends entwickeln und welche sich am Ende durchsetzen werden.

Wer sich einfach inspirieren lassen möchte, wird auf der Messe ebenfalls fündig. Die mit viel Liebe geplanten Ausstellungen sind ein wahrer Ideenpool. Sich Anregungen holen und neue Trends entdecken, ist für den Küchenplaner wichtiger denn je. Denn die Erwartungen der Menschen an ihre Küche, aber auch an die Präsentation in den Geschäften, steigen von Jahr zu Jahr.

Beim Küchenkauf geht es schon lange nicht mehr nur um die Funktion und die Qualität. Die Küche wird immer mehr zum Lifestyle-Produkt. Im Fokus stehen nach wie vor Mix and Match, Industrial Style, Shabby Chic und der mediterrane Einfluss. Kunden suchen nach Lebenswelten, nach Innovationen und mehr Individualität. Neues Design, wertige Fronten in außergewöhnlichen Materialien sind gefragt. Das Innenleben der Schränke muss durchdacht und praktisch sein. Niemand möchte in der Küche auf Komfort verzichten. Im Endeffekt sollte auch schon der Besuch im Küchenstudio ein Erlebnis sein. Inspirationen, wie man dieses gestalten könnte, gibt es hier in Ostwestfalen-Lippe zu genüge.

Küchen Order Messe 2018

16.09.2018: Optimaler Messestart in Ostwestfalen

Gelungener Auftakt – Mit Optimismus in den Herbst

Von Kirk Mangels

Deutschland konnte sich über einen besonders langen Sommer, viel Sonnenschein und warme Temperaturen freuen. Zum Start der Hausmessen zeigt sich das Wetter von der besten Seite: Kein Regen und nicht zu warm. Mit viel Energie und einem vollen Auftragsbuch zeigen sich auch die Küchenbauer optimistisch für den Jahresendspurt. Doch die gute Grundstimmung ist durch die vergangenen Wochen etwas verhalten und es bleibt unklar, wie sich die Situation bis zum Jahresende entwickelt.

Ein Grund mehr, mit großer Motivation nach Ostwestfalen zu ziehen, um im Herzen der deutschen Küchenmöbelindustrie die Grundlage für einen erfolgreichen Jahresendspurt und einen guten Jahresstart im Jahr 2019 zu legen. Im Umkreis von 50 Kilometern sind die meisten größeren Küchenmöbelhersteller beheimatet. Viele andere haben die Möglichkeit genutzt, in einem der zahlreichen Messezentren unterzukommen.

220 Aussteller präsentieren sich in diesem Jahr. Mehr als je zuvor. Die Präsenz in OWL ist fast schon ein Muss. Und die Aussteller sind gut gerüstet. Die Hausmessen entlang der A30 und die Messezentren sind auf Hochglanz poliert. Die Besucher aus dem In- und Ausland bekommen viel zu sehen. Da ist es kein Wunder, dass sich die deutsche und mitteleuropäische Küchenbranche in Ostwestfalen ein Stell-Dich-Ein gibt und sich nicht nur die versammelte Hotellerie und die Tankstellenbetreiber freuen dürfen.

Vor ein paar Tagen ging in Berlin auch die IFA zu Ende. Und es ist damit zu rechnen, dass sich die dortige gute Stimmung auch in OWL wiederfindet. Es sind bekanntlich nicht alle Berliner Geräte-Aussteller mit eigenen Ausstellungen vertreten, verzichten muss man auf die Geräte aber nicht, da sie in den verschiedenen Küchenpräsentationen und teilweise auch bei einzelnen Herstellern zu finden sind.

Neben dem starken Fokus auf das Ordergeschäft kann man sich eigentlich nirgendwo so intensiv über Trends und Neuheiten informieren wie hier. Denn es ist klar, dass man sich in der heimatlichen Ausstellung größer und damit auch umfassender und abwechslungsreicher präsentieren kann, als es an anderen Messeplätzen tatsächlich möglich ist. Und da in dieser Woche Gummistiefel ganz sicher nicht benötigt werden, sind die Weichen für eine herausragende Messewoche und viel Schwung gestellt.

Wer dem Charme der Gegend zwischen Rödinghausen, Bad Oeynhausen und Gütersloh nichts abgewinnen kann, der wird bis Januar zur LivingKitchen abwarten müssen. Es wäre allerdings sehr schade. Denn schon der erste Messetag hat gezeigt, dass auch 2018 die Ausstellung in den eigenen vier Wänden ihren ganz besonderen Reiz hat. Da nimmt man doch den einen oder anderen Kilometer im Auto in Kauf.

Hauptversammlung 2018

01.05.2018: Mitarbeiter 4.0 als Erfolgsfaktor

MHK Group weiterhin auf Innovationskurs

Berlin (str). Sogar die Roboter tanzten auf der diesjährigen Hauptversammlung der MHK Group. Das passte zu „Erfolgsfaktor Mensch“, Motto und roter Faden der 38. MHK-Hauptversammlung, die zum 19. Mal im Berliner Estrel Hotel stattfand. Wiederum präsentierte Gastgeber und MHK-Vorstandsvorsitzender Hans Strothoff ein Rekordergebnis zu Beginn des Gipfeltreffens: mit einem Wachstum von knapp 10 Prozent und einem neuen Rekordumsatz von mehr als 5,5 Milliarden Euro – einer halben Milliarde mehr als im Vorjahr.

„Der Erfolgsfaktor Mensch“, sagte er in der Begrüßung der 2.811 Gäste, „ist deshalb so wichtig, weil auch das digitale Zeitalter von Menschen gestaltet wird! Denn es sind die Menschen, die begeistern.“ Redner Christoph Burkhardt, seines Zeichens Innovationspsychologe, ergänzte mit „Sei kein Roboter!“ und erläuterte aufschlussreich, warum Menschen doch am liebsten bei Menschen kaufen.

Überraschung: bekanntes Werbegesicht

Ein erster Höhepunkt der Veranstaltung war wie in jedem Jahr die Verleihung des Goldenen Dreiecks, moderiert von der wie immer bestens aufgelegten Ruth Moschner. Spannend war die Vergabe der drei ersten Plätze, die wie im vergangenen Jahr durch die Zuschauer und ihr Live-Voting direkt entschieden wurde. Unterhaltsame Hingucker: die Auftritte und Gespräche der prominenten Jurymitglieder. In diesem Jahr versammelten sich auf der MHK-Bühne die Moderatorin Sonya Kraus, Backexpertin Enie van de Meiklokjes, Handwerker-König Mark Kühler, Bettina Wündrich, Zuhause Wohnen-Chefredakteurin und Schirmherrin der Aktion, und Johann Lafer, allseits bekannter Fernsehkoch.

Dieser sorgte auf der Bühne für einen besonderen Überraschungsmoment: Der Küchenprofi Johann Lafer präsentierte sich im Gespräch mit Ruth Moschner als neues Testimonial für musterhaus küchen Fachgeschäfte, der künftig in Funkspots und Anzeigen für die bekannteste Marke der MHK Group wirbt. Spontan brandete herzlicher Applaus im vollbesetzten Saal für diesen sympathischen und kompetenten Werbeträger auf.

Rasenfläche, Tartanbahn und Olympiastadion Berlin – die 5.500 Quadratmeter große Messe living & style mit 91 Ausstellern stand diesmal ganz im Zeichen des Sports und der kommenden Fußball-Weltmeisterschaft. Weltmeisterlich das Ausstellerportfolio und die Gestaltung der Convention Hall 1 – hier waren die Küchen- und Bad-Champions unter sich und feierten einen gelungenen Messeabend.

Ideen zur Gestaltung der Zukunft der Fachgeschäfte

Am Anfang des zweiten Tages der MHK-Hauptversammlung stand eine Überraschung: Für den Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Peter Altmaier, der kurzfristig absagen musste, sprach stattdessen Dr. Joachim Gauck – bis März 2017 amtierender Bundespräsident. Er weitete den Blick und sprach über „Deutschland in Zeiten aktueller Herausforderungen und neuer Instabilitäten“. In seinem fesselnden Vortrag sprach er auch über die positiven Entwicklungen in Deutschland – das Publikum dankte ihm mit Standing Ovations.

In seiner Hauptrede „Erfolgsfaktor Mensch im Zeitalter der Digitalisierung“ unterstrich Hans Strothoff die Bedeutung der MHK Group für die Branche mit ihren zukunftsweisenden Angeboten. Bei der Lösung aktueller und zukünftiger Herausforderungen setzte die Gruppe einmal mehr Maßstäbe – beispielsweise mit einer neu gegründeten Europa Akademie zur Sicherung des inhabergeführten Fachhandels, die Fachgeschäfte bei der Nachfolge unterstützt. Als weitere Innovation präsentierte Strothoff die „MHK-Initiative Fachkräfte“ zur Rekrutierung sowie Aus- und Weiterbildung vor allem von Quereinsteigern für Verkauf und Montage – eine klare Antwort auf den akuten Fachkräftemangel, der in Zukunft noch zunehmen wird. „Dabei wird das stationäre Fachgeschäft immer im Zentrum des Küchenverkaufs stehen“, setzte Strothoff die Messlatte. „Dazu braucht der Handel der Zukunft, also der Handel 4.0, auch Mitarbeiter 4.0.“ So demonstrierte er seinen Blick über den Tellerrand und in die Zukunft.

Einen besonderen Akzent setzte in seinem Vortrag „Service-Excellence im digitalen Zeitalter“ Carsten K. Rath, der vom Terrassenkellner zum Grand Hotelier aufstieg. Er appellierte an den Servicegedanken und demonstrierte dem interessierten Publikum eine branchenübergreifende Weisheit: „Für Herzlichkeit gibt’s keine App.“

Max Raabe überzeugt beim großen Finale am Gala-Abend

Ein echter Hingucker dann zum Programmfinale: Der Show-Act zum futuristischen Finale der MHK-Hauptversammlung mit Lasershow, Lichtakzenten, eindringlichen Musikakkorden, Tänzern und einem überdimensionalen tanzenden Roboter setzte der gelungenen Veranstaltung einen furiosen Schlussakkord.

Festlich in Kerzenlicht getaucht wurde die Convention Hall am Gala-Abend als Höhepunkt der mehrtägigen Veranstaltung. Erster Programmpunkt war die Vorstellung der in der Gesellschafterversammlung gewählten Beiräte von interdomus Haustechnik und MHK Group. Dr. Karsten Ottenberg, Vorsitzender der BSH-Geschäftsführung, ging danach in seiner Rede auf das Hauptthema der MHK-Hauptversammlung ein. Er forderte engagiert dazu auf, die Menschen im Lebensraum Küche zu verstehen, um ihnen auch die richtigen Lösungen anbieten zu können.

Anschließend setzte das Vier-Gänge-Menü im festlichen Saal kulinarische Akzente. Musikalische Höhepunkte bot anschließend der Sänger Max Raabe und sein 12-köpfiges Palast Orchester. Zu Hause auf den Bühnen der Welt – von der Carnegie Hall in New York bis zu Auftritten in China und Japan – bezirzte der Sänger mit der schmelzenden Bariton-Stimme auch in Berlin seine Zuhörer mit verschmitztem Witz und eleganter Musik. Ein ganz besonderes Vergnügen der Extraklasse.

Kein Wunder, dass die Meinungen am Ende des größten Branchentreffens des Jahres eindeutig waren: Wie schon oft war die mehrtägige Veranstaltung eine gelungene Präsentationsplatt-form der MHK Group und ihrer innovativen Angebote und Visionen. Ein Marktplatz mit Trends, Ideen und dem Menschen im Mittelpunkt. Eine Jahreshauptversammlung, auf der nicht nur die Roboter tanzten.


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